Beton als Material und Idee im Kirchenbau

Studientag am Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart

07.12.2012 09:30 h – 18:30 h
Fachbereich Evangelische Theologie, Lahntor 3 (Eingang Reitgasse), Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart

„Hoffentlich ist es aus Beton“ – mit Slogans wie diesen musste Anfang der 1990er Jahre dem Image eines Baustoffes aufgeholfen werden, der nach dem Mauerfall alles andere als zeitgemäß zu sein schien. Beton war und ist jedoch alles andere als nur das Material der Bunker und Barrieren. Sich allen Formen fügend, vermochte Beton auch die Phantasie zu beflügeln und der Baustoff zu sein, aus dem die Architektenträume sind.
Der Kirchenbau der 1960er Jahre regt die Archäologie dieser Formen und Bedeutungen von Beton in besonderem Maße an. Kaum eine Bauaufgabe der europäischen Architektur ist ähnlich stark von Traditionen und Ikonographien geprägt. Deren Anpassung an die Moderne schien Beton ästhetisch zu ermöglichen. Mit den Erneuerungen und Transformationen des Kirchenbaus durch Beton in den 1960er Jahren ist exemplarisch auch nach dem Anteil von Baukunst und Ästhetik an der Transformation des Religiösen im 20. Jahrhundert zu fragen.

Vortrag Dirk Bayer „geliebt und gehasst“